Weilheimer Chorkreis sammelt 2200 Euro für ukrainische Kriegsflüchtlinge

12. Juli 2022 1 Von Alfred Honisch

22. Mahnwache steht diesmal ganz unter dem Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit

Viele Ukrainer jeden Alters, die es wegen der Kriegswirren in ihrer Heimat nach Weilheim verschlagen hat – seit fast fünf Monaten tobt im Westen der Ukraine ein Kampf mit nie gekannter, blindwütiger Zerstörungswut –  waren diesmal bei der Mahnwache auf dem „Reinhard-Schmid-Platz“ dabei.
Ohne den spontanen Einsatz der Übersetzungs-App für Deutsch-ukrainisch, beziehungsweise deutsch-russisch, wäre die freundliche und von großer Dankbarkeit geprägte Stimmung an diesem Abend, gegenüber der einheimischen Bevölkerung, nicht so überzeugend spürbar geworden. Pollings 1.Bürgermeister Martin Pape dazu, „man mag zu dem US-Software-Giganten stehen wie man will, aber diese App hat mir bei vielen meiner Besuche in der Ukraine stets gute Dienste erwiesen!“ 
Wie Ingo Remesch als Mitglied des Weilheimer Chorkreises auf Nachfrage mitteilte, gehen jeweils 1100 Euro an die „Solidarität Ukraine„, für die vor allem Martin Pape steht und 1100 Euro an die „Caritas Auslandshilfe„, in deren Name sich der Geschäftsführer des Caritas Kreisverbands Weilheim-Schongau, Thomas Koterba, bedankte. 
Im Anschluss daran ergriff eine junge Ukrainierin das Wort. Sie berichtete, dass sie von der Kriegswut, mit der die russischen Invasoren ihre Heimat zerstöre, völlig überrascht und tief deprimiert sei. „Wenn wir zurückgehen, in die Ukraine, wo sollen wir überhaupt mit dem Wiederaufbau anfangen,  es ist doch alles komplett zerstört!“
Einmal mehr machte sie in ihrem Statement aber auch deutlich, wie sehr sie der Weilheimer Bevölkerung für deren guten Dienste danke.
Maria, ebenfalls eine Ukrainerin, die sich bereits bei der letzten Mahnwache an die Anwesenden wandte, sprach von „phantastischen Menschen“, die sie hier in Weilheim kennengelernt habe. Sie appellierte, „geben Sie uns weiterhin Ihre Hilfe!“ Wichtig war ihr zum Schluss der Satz, „Ich hoffe, dass es irgendwie Frieden geben wird“, was von den gut 50 Anwesenden mit lauten Beifall bestätigt wurde.

Patron„, der ukrainische Minensuchhund, rückte dann nochmals ins Zentrum des Interesses der Anwesenden. Für das allerletzte „Patron“-T-Shirt aus dem Bestand von Felix Schimke, spendete ein Ukrainer ganz spontan 50 Euro, sichtlich beeindruckt von den Erzählungen, die über den Hund bekannt wurden.

ah